Sicherlich, Geschmäcker sind verschieden, auch was das ästhetische Empfinden betrifft. Die einen mögen eine große Veränderung, volle Lippen, hohe Wangenknochen, eine attraktive weibliche Stirn und Nase – und das um jeden Preis. Andere wollen das man nichts bemerkt. Verschönerung, nicht Veränderung. Als ich auf der AMEC Visage war, lief viel „Einheitsbrei“ herum. Eine Frau glich der anderen. So sieht man jetzt aus, das ist modern! Ein französischer Chirurg erklärte ganz stolz: „Das habe ich gemacht!“ Und gezeigt wurde eine Frau, die nicht mehr viel mit ihrem alten Ich gemeinsam hatte. Schade, denn wir sind doch alle herrlich einzigartig, wie ich finde. Medizinische Ästhetik wird dann richtig eingesetzt, wenn sie die Einzigartigkeit jedes Einzelnen unterstützt, unterstreicht und erhält.